Nachtrag zu ArtSpring am 1. und 2. Juni

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Das war der wundervolle und traurige Abschied vom Atelierhaus Schönhauser Allee69 bei Sandra Schmidt im Rahmen des Festivals ArtSpring Anfang Juni 2019. Die Sanierung hat inzwischen begonnen.

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Geplatzter Redebeitrag, Sommerpause fällt dieses Jahr aus, und so weiter

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Eine Sommerpause findet dieses Jahr nicht statt. Nach geplatztem Redebeitrag auf dem Alternativen Volksbühnengipfel – wegen Chaos bei der Organisation gelangte ich um 20 Uhr zu der Erkenntnis, den Sommerabend auf erbaulichere Weise verbringen zu dürfen – findet am 10. und 11. August eine weitere Sommersause  – Offener Ateliergarten in Pankow – statt.

Zum Hintergrund: anders als eine Gruppe prekär existierender (Lebens)künstlerInnen, die im September 2017 die Berliner Volksbühne besetzte, auf dem Vorplatz der Presse erklärte, einige in ihren Reihen würden vom Jobcenter mit Unbill wie Callcenter- oder 1-Euro-Jobs tyrannisiert werden, und jetzt sei man entschlossen, den alten Arbeitergeist [sic!] der Volksbühne zu erhalten, gibt es in der Stadt zahllose KünstlerInnen, die unter Vertreibung  und Entmietung ihrer Wohnungen und Ateliers zu leiden haben. Der Trend geht dahin, dass zum Arbeiten und/oder Wohnen Raum in Gartensiedlungen gemietet wird. Eines dieser Ateliers öffnet am 10. und 11. August die Türen. Ich freue mich, dort am 10. August zu lesen. Die Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Außerdem freue ich mich, am 14. August ab 16 Uhr junge Aktivistinnen von Fridays for Future beim Bedingungslosen Nachmittag live aus Speiches Blueskneipe, Raumerstraße 39, zu begrüßen.

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Kurze Unterbrechung der Sommerpause

Am 6. Juli habe ich ein paar Fragen an die Damen und Herren Volksbühne-BesetzerInnen – unter dem Motto Der abgetakelte Glanz der ArbeiterInnenromantik (die nie eine war)

Und wer weiß, vielleicht gehe ich am Abend überzeugt nach Hause. Kommt vorbei, es gibt jede Menge Programm beim Alternativen Volksbühnen-Gipfel Vorsicht Glitzer

Programm hier

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Der Privatomat…

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…macht eine kurze Sommerpause. Lasst es euch gut gehen!

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ArtSpring am 1. und 2. Juni

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Am 1. und 2. Juni jeweils ab 17 Uhr

Kunst, Musik und Lesung in der Schönhauser Allee 69

Eintritt frei

Seid dabei!

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Deutsche Wohnen & Co enteignen?

Am 6. April hat in Berlin die erste Phase des Volksbegehrens zur Enteignung von Wohnungskonzernen begonnen. Firmen mit mehr als 3000 Wohnungen sollen enteignet werden, d.h. das Land Berlin soll ihnen die Wohnungen zwangsweise abkaufen. Die BerlinerInnen sind gespalten. Ist das Vorhaben ein sinnvolles Instrument im Kampf gegen steigende Mieten und immer mehr Wohungslose oder nicht? Darüber sprachen wir beim Bedingungslosen Nachmittag mit Michael Prütz, Mitinitiator Deutsche Wohnen & Co enteignen und Roman-Francesco Rogat,
Mitglied des Landesvorstands FDP Berlin, zuständig für die Bereiche Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.

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Zur Veranstaltung Lesemarathon des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin

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Seit der Lesemarathon des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller Berlin im Netz beworben wird erhalte ich Zuschriften mit der Bitte, aufgrund der Teilnahme einer BDS-Aktivistin https://de.wikipedia.org/wiki/Boycott,_Divestment_and_Sanctions

nicht aufzutreten. Ich antwortete, dass ich selbstverständlich nicht beabsichtigt hatte, bei der Veranstaltung lediglich meinen Text vorzutragen. Vielmehr würde ich einen Teil meiner Lesezeit nutzen, um über Jüdinnen und Juden in Parteien und Vereinigungen, in denen Antisemitismus gepflegt wird, zu sprechen. Ebenso über das Boykottieren von KünstlerInnen, eine BDS-Vorgehensweise, die aus diktatorischen Staaten bekannt ist.

Jüdinnen und Juden könnten nicht antisemitisch sein

Dieser Gemeinplatz erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Falls der Floskel überhaupt eine Überlegung zugrunde liegt, dann vermutlich die, dass Menschen sich in Rassen einteilen ließen, denen qua Geburt bestimmte unveränderliche Eigenschaften zu eigen wären. Vielleicht aber schlägt hier auch der Fehlschluss durch, Menschen würden sich allein aufgrund des Bezugs auf Familie, Geschlecht, Abstammung, Nationalität, Religion usw. untereinander bedingungslos solidarisch erklären. Dass dem nicht so ist beweisen seit Jahrhunderten Kriege unter ChristInnen und MuslimInnen, beweisen Frauen, die sich auf die Seite des Patriarchats schlagen, beweisen Homosexuelle in rechtsradikalen Bünden usw. Warum sollten Jüdinnen und Juden anders funktionieren als der Rest der Menschheit? Es gibt sie – jüdische Menschen, die Selbsthass hegen, der in Selbstmord mündet, jüdische Menschen, die in Nazideutschland Jüdinnen und Juden an die Gestapo verrieten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Weininger

https://www.perlentaucher.de/buch/peter-wyden/stella-goldschlag.html

In Bezug auf jüdische BDS-Aktivität stellt das eigene Existenzrecht und ein Staat, der dieses gewährleistet, nicht etwa eine Selbstverständlichkeit, sondern vielmehr eine Verhandlungssache dar, bei der auf Kooperation mit denen gesetzt wird, die eben dieses selbstverständliche Existenzrecht in Frage stellen.

Aber BDS setzt sich doch für das Recht von PalästinenserInnen ein.

Dass es bei BDS nicht wie vorgegeben um das Wohl von Palästinenser geht lässt sich unschwer daran erkennen, dass PalästinenserInnen, die in arabischen Staaten keinerlei Bürgerrechte genießen, BDS AktivistInnen nicht interessieren. Arabische Diktatoren, die nicht nur PalästinenserInnen drangsalieren sondern ebenso gegen Teile der eigenen Bevölkerung vorgehen, stehen ebenso wenig in der Kritik von BDS. Als im Februar zwei Palästinenser aus Gaza durch Giftgas von Ägyptern getötet wurden blieb BDS still. Als Anfang des Monates in Gaza die Hamas protestierende PalästinenserInnen erschoss oder verhaftete interessierte auch das BDS nicht. Und auch am Leiden der PalästinenserInnen im syririschen Bürgerkrieg ist BDS vollkommen uninteressiert.

https://www.mena-watch.com/palaestinenser-die-graeueltaten-ueber-die-niemand-spricht/

Das Interesse von BDS gilt ausschließlich Jüdinnen und Juden. So kooperiert man zum Beispiel mit diesen AkteurInnen:

Internationale Vereinigung Demokratischer Juristen (International Association of Democratic Lawyers, IADL), gegründet von der ehemaligen Sowjetunion. Neben BDS-Unterstützung liefert man gleichzeitig eine Rechtsverteidigung des Nuklearprogramms des iranischen Regimes.

https://www.audiatur-online.ch/2018/03/26/die-rolle-des-iran-in-der-israel-boykott-kampagne-bds/

–Das dem islamischen Regime unterstehende Islamische Zentrum Hamburg. Es bietet Reisemöglichkeiten für UnterstützerInnen des iranischen Regimes und der Hisbollah, um nach Berlin zu reisen und dort bei der Kundgebung zum Al-Quds-Tag mitzumarschieren. Seit 1996 fanden in Berlin 21 Kundgebungen anlässlich des Al-Quds-Tags statt.

https://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article214551593/Nach-Besuch-von-Anti-Israel-Demo-Islamvertraege-vor-dem-Aus.html

Hamidreza Torabi, der bei Kundgebungen zur Vernichtung Israels aufrief. Er ist Leiter der Islamischen Akademie Deutschland, die zum Islamischen Zentrum Hamburg gehört. Bei der Kundgebung von 2016 trug er ein Transparent, auf dem zur „Ablehnung Israels“ aufgerufen wurde. Der jüdischen Staat sei „illegal und kriminell“

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/dialog-mit-israel-hasser/

–Die amerikanische AktivistInnengruppe Code Pink, die den Boykott des jüdischen Staats unterstützt und im Iran an einer Konferenz mit Holocaust-LeugnerInnen teilnahm. Code Pink unternimmt Anstrengungen, um das Regime des Irans zu verteidigen.

https://www.codepink.org/justice_for_palestine

Die Liste ließe sich fortsetzen.

 

Doch zurück zur Lesung des VS. Dieses Argument hat mich überzeugt, meine Teilnahme abzusagen:

Jedem, die/der auch nur gelegentlich Zeitung lese, Radio höre, TV schaue sei die Gruppierung BDS bekannt. Jede/r , die /der eine Lesung besuche informiere sich zuvor im Netz über die auftretenden AutorInnen. Wer am 10. Mai den Lesemarathon besuche habe gegen Antisemitismus und Hass somit nichts einzuwenden. Das 5-Minuten-Statement einer Autorin würde sehr vermutlich niemanden davon abbringen.

Dass der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgerechnet am 10. Mai, Tag des Buches, Erinnerung an die Bücherverbrennung im 3. Reich eine BDS -Aktivistin auftreten lässt muss nicht kommentiert werden.

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