Archiv der Kategorie: Info

Linker Eiertanz

Die Unterschriftensammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Bedingungsloses Grundeinkommen ist erfolgreich beendet, nun könnten die Mitglieder der Partei Die LINKE abstimmen, ob das BGE als Forderung ins Parteiprogramm aufgenommen werden soll oder nicht. Könnten. Beim Lesen des unten verlinkten Artikels weiß ich einmal mehr, warum ich letztes Jahr desertiert bin, obwohl es nicht meine Art ist, mich einer Verantwortung zu entziehen – im vorliegenden Fall der als parteilose Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft BGE bei der Partei Die LINKE. Besagte Partei Die LINKE ist in der Tat nicht mehr zu retten. Im ganzen Land diskutiert man darüber, wie in Zeiten von Globalisierung und Industrie 4.0 ein zeitgemäßes Sozialsystem aussehen könnte; das BGE ist längst keine Idee von UtopistInnen mehr, nachdem sich soeben gezeigt, dass es nur den Ausbruch einer Virusinfektion braucht, um zahllose Menschen von der Kante einer wackeligen wirtschaftlichen Existenz hinab in den Ruin zu stürzen usw. usf. – nur die Partei Die LINKE salbadert vom Segen der Lohnarbeit, als hätte sie 30 Jahre verschlafen. Ich freue mich aber, dass uns Moritz Fröhlich aus der Landesarbeitsgemeinschaft BGE und erschwerenderweise Vorstand Der LINKEN, Landesverband Berlin, Rede und Antwort stehen wird für unsere nächste Sendung der Bedingungslose Nachmittag, die wir aus aktuellen Gründen noch einmal aufzeichnen. Was spielt sich ab hinter den Kulissen der ApologetInnen der Lohnarbeit? Mehr dazu demnächst an dieser Stelle

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Niemand kommt

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…und ihr könnt trotzdem etwas für Berliner Kunst- und Kulturschaffende tun, denn von den Corona-Beschränkungen sind nicht nur Autoindustrie und Lufthansa betroffen.

 

Mehr dazu hier

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Und hier nun…

…der ganze Film zum Thema Arbeiten und Essen – mit Musik und allen Schikanen 

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ArtSpring geht online

Liebe Leute,

auch das Berliner Kunstfestival ArtSpring geht dieses Jahr wegen Corona online. Es wird trotzdem viel geboten, unter anderem am 20. Mai um 18 Uhr ein Filmchen zum Thema Lohnarbeit von mir. Das Programm findet ihr 

hier

und   hier

findet die gesamte Sause statt.

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Grüße aus der Viren-Trutzburg

Liebe Leute,

da Speiches Blueskneipe auch im Mai nicht öffnen soll/kann/darf senden wir den Bedingungslosen Nachmittag am 10. Mai von 16  bis 18 Uhr live über rockradio.de von einem geheimen Ort im Norden von Berlin. Soviel sei schon verraten: es wird um das Thema Lohnarbeitswahn gehen. 

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Auch in Krisenzeiten gilt:

Gehorchen ist die höchste Tugend. Hier erläutert von Frau Paesch, Beraterin im Jobcenter Neukölln, die ihre Kundschaft mit halluzinogenen Drogen zur Räson bringt. Das Buch ist nach wie vor unter anderem 

hier

zu haben.

 

 

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In Zeiten, da uns gemeine Viren bedrängen…

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… haben es unabhängige Verlage wieder einmal schwer. Einst wurde deshalb für den 21. März der Indiebookday ins Leben gerufen. https://www.indiebookday.de/

Noch sinnvoller wäre es, jeden Tag Indiebookday zu feiern, gerade dieser Tage. Barsortimente quartieren kleine Verlage aus, Buchhandlungen halten Corona-Pause und  amazon stellt Papier für den Po – klar, auch wichtig – in die vordere Reihe.

Wer im Stubenarrest auf Bücher nicht verzichten möchte bestelle gern direkt im Shop kleiner Verlage, zum Beispiel 

hier

hier

oder hier

Und wer die Post nicht bemühen möchte  – meine Schrift zum Thema Lohnarbeit und Linke Aber sie arbeiten doch! ist zwar bei keinem kleinen Verlag erschienen, sondern in Eigenregie  hier  kommt aber als E-book  schnell  und ganz ohne menschlichen Zwischenwirt ins Haus.

Bleibt glücklich und gesund!

 

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Testlauf bedingungsloses Grundeinkommen für Deutschland

 

Für Veränderung braucht es erst einmal Visionen, umso erfreulicher, dass eine Generation heranwächst, die Kapitalismus und Neoliberalismus ebenfalls satt hat, aber ihre Zeit auch nicht mehr mit dem Flechten der ollen Zöpfe Sozialismus und Kommunismus verschwendet. Eine Gruppe junger AkademikerInnen möchte den Testlauf Grundeinkommen für Deutschland jetzt.

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In Sachen (Lohn)Arbeit

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[…]Der Arbeitsbegriff unterliegt dem Wandel der Zeit. Wie bereits erwähnt, war es in der Antike und im Mittelalter alles andere als ehrenhaft, Lohnarbeit zu verrichten. Die oberen Stände philosophierten und widmeten sich der Politik. Mühen und plagen mussten sich die sogenannten unteren Schichten. Daran hat sich zwar nicht allzu viel geändert, doch wer hart und schmutzig lohnarbeitet soll sich heutzutage zumindest in Westeuropa nicht mehr offiziell für sein Tun schämen. Abneigung, Abscheu und Häme gegen die, die uns in allen Lebensbereichen den Dreck wegzuputzen (müssen), besteht zwar nach wie vor, wird heute jedoch subtil geäußert. Wer hart und schmutzig lohnarbeitet und beispielsweise zu streiken wagt, um für einen zumindest überlebenssichernden Lohn zu streiten, muss sich nicht selten die Frage gefallen lassen, ob es denn nicht mal langsam genug wäre. Genug mit dem Niederlegen der Lohnarbeit, die verrichten zu dürfen man dankbar sein solle, denn immer mehr dürften nicht. Und genug mit dem Geld, das einem doch bereits gezahlt würde. Es wird Gier unterstellt. Anmaßung. Oft auch fehlende Moral. Eine Krankenschwester hat den Alten und Kranken zu Diensten zu sein, das hat sie sich schließlich so ausgesucht. Fällt sie aus, gar absichtlich, um zu streiken, ist es um ihr Pflichtbewusstsein schlecht bestellt. Je härter und mieser bezahlt jemand lohnarbeitet, um so höhere Moral wird erwartet – nebst tadellosem Pflichtbewusstsein. ArbeitskraftnehmerInnen sind hingegen weitgehend ausgeschlossen vom Moral-Contest. Sie sind die Unentbehrlichen. Sie in die Gemeinde zu locken, lässt man sich etwas kosten, zum Beispiel Großzügigkeit in Sachen Empörung ob fehlenden Anstands.

In dem Punkt zumindest hatten es die LohnarbeiterInnen der Antike und des Mittelalters einfacher. Sie hatten nichts zu verlieren, sie galten ganz offiziell als unwerte Lumpen, und zwar deshalb, weil sie sich plagen mussten. Dass sie Moral und Sittlichkeit besaßen, vermuteten die von ihnen bedienten ArbeitskraftnehmerInnen von vornherein nicht.

Und dann, ein bisschen später, kam Marx

Ein erklärter Liebhaber der Lohnarbeit war der Gesellschaftstheoretiker und Ökonom Karl Marx (1818- 1883) nicht, dennoch muss er bis heute als Held der parteilosen wie parteigebundenen linken LohnarbeitsfetischistInnen herhalten. Marx wird gefeiert von KommunistInnen über SozialistInnen bis hin zu solchen Linken und LINKEN (wenn auch offenbar nicht immer gelesen oder verstanden), die einer oder einer nach der anderen zumeist brotlosen aber staatlich subventionierten oder geförderten (Lohn)Arbeit im Bereich Kultur oder online-Dienstleistung nachgehen. Oder auf andere Art eine ruhige Kugel schieben, also ihre Zeit (zum Beispiel in Form von Immatrikulation auf Lebenszeit) damit zubringen, über Wesen und Schicksal der Lohnarbeitenden zu philosophieren.

Es liegt mir fern, hier Karl Marx‘ Werk auszurollen, dennoch möchte ich an dieser Stelle einen kurzen Textauszug zitieren, und zwar deshalb, weil die Sozial-ist-was-Arbeit-schafft-Hymne seiner späten AnhängerInnenschaft Marx eventuell irritiert hätte. Bestenfalls.

So sprach Marx zwar von Arbeit als „ewiger Naturnotwendigkeit“, meinte damit aber offenbar nicht die Lohnarbeit. Oder war unentschieden, was Lohnarbeit anging, zu der er sich unter anderem auch so äußerte:

[…] Es ist eins der größten Mißverständnisse, von freier, gesellschaftlicher menschlicher Arbeit, von Arbeit ohne Privateigentum zu sprechen. Die , Arbeit‘ ist ihrem Wesen nach die unfreie, unmenschliche, ungesellschaftliche, von Privateigentum bedingte und das Privateigentum schaffende Tätigkeit. Die Aufhebung des Privateigentums wird also erst zu einer Wirklichkeit, wenn sie als Aufhebung der Arbeit gefaßt wird […].“

Quelle: Karl Marx: Über Friedrich Liszt, Berlin 1972, S. 24.

 

aus: Aber sie arbeiten doch – Alphabet der linken Liebe zur Lohnarbeit

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Die Linke und die Lohnarbeit…

…ist ein wenig erbauliches Thema. Ich sprach im Januar mit Ulrike Göking darüber und über mein Buch zum Thema. Wer die Sendung verpasst hat muss sich nicht grämen, denn sie steht jetzt in der Mediathek

Hier entlang

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