Monatsarchiv: Mai 2014

Initiative Tempelhofer Feld gewinnt Volksentscheid – 64,5% Ja-Stimmen und 25-%-Quorum erreicht

Initiative Tempelhofer Feld gewinnt Volksentscheid – 64,5% Ja-Stimmen und 25-%-Quorum erreicht. Ein paar Bilder zum aufregenden Abend im Südblock findet ihr hier. Der Erfolg des Volksentscheids bedeutet nicht nur: Freies Feld für alle, sondern ist auch eine deutliche Botschaft an alle Berlin-Investoren und Stadtentwickler.

https://www.youtube.com/watch?v=jUiRYvZo0SQ

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Zwei Märchen des Senats zum Volksentscheid 100% Tempelhofer Feld


Märchen Nr. 1: Auf dem Tempelhofer Feld entsteht bezahlbarer Wohnraum

Richtig dagegen ist:
Wo teuer gebaut wird, können die Mieten nicht niedrig sein. Wer das Tempelhofer Feld bebauen will, muss es erst einmal erschließen: Kanalisation, Zufahrtswege, Brücken, Nahverkehr und mehr. Diese Kosten sind bereits mit 400 Mio. Euro (5) angesetzt. In Berlin gibt es aber 972 Hektar bereits erschlossene innerstädtische Baulandreserven (6), auf denen man erheblich billiger bauen könnte. Diese bereits erschlossenen Baufelder sind 13 Mal so groß wie die geplanten Bauflächen auf dem Tempelhofer Feld.

Leere Versprechen, keine Garantien: Von 4.700 Wohnungen soll es nur für 850 Wohnungen eine gedeckelte Nettokaltmiete von sechs bis acht Euro pro Quadratmeter geben und dies auch nur auf kurze Zeit begrenzt. Der Gesetzentwurf des Abgeordnetenhauses garantiert den BerlinerInnen keine einzige preiswerte Wohnung auf dem Tempelhofer Feld !

Märchen Nr. 2: Der Wohnungsmarkt wird entlastet werden
Richtig dagegen ist:
Teure Wohnungen gibt es ausreichend: Auf dem Tempelhofer Feld sollen überwiegend Wohnungen für den hochpreisigen Wohnungsmarkt gebaut werden. Davon gibt es bereits genug. In Berlin gibt es aber einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Hingegen fehlen schon heute 120.000 Wohnungen mit einer Nettokaltmiete von unter fünf Euro pro Quadratmeter(7). Wohnungen in dieser Preisklasse plant der Senat weder auf dem Tempelhofer Feld noch anderswo in der Stadt!

Falsche Zahlen zum jährlichen Bevölkerungswachstum: Ausgehend von einer Bevölkerungsprognose des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg von 250.000 zusätzlichen Einwohnern bis 2030, rechnet die Senatskanzlei mit 50.000 neuen Einwohnern pro Jahr (8). Damit begründet sie ihre Bebauungspläne auf dem Tempelhofer Feld. Doch Mathe geht anders:
250.000 Zuzügler geteilt durch 15 Jahre = 17.000 Zuzügler pro Jahr.

Hinter den Kulissen geht es um Gewerbeflächen: 50% der vorgesehenen Bauflächen auf dem Tempelhofer Feld sind für Gewerbe vorgesehen, also rund 35 Hektar. In Berlin stehen aber jetzt schon rund 1,6 Mio. qm Büroflächen leer.


Quelle: http://www.thf100.de/start.html

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