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Die Warnung wurde nicht gehört

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Brauchen wie einen Gauck?

Gauck bezeichnete die Occupy-Wall-Street-Bewegung bei einer Veranstaltung im Oktober 2011als „unsäglich albern“, nachdem Menschen weltweit gegen die Macht der Finanzmärkte demonstriert hatten. Der Traum von einer Welt, in der man sich der Bindung von Märkten entledigen könne, sei laut Gauck eine romantische Vorstellung. Ein Irrtum, zu glauben, dass „alles schön sei“ , wenn man das Kapital besiege.

Was die Stuttgart-21-Proteste angeht warnte Gauck vor einer Protestkultur, „die aufflammt, wenn es um den eigenen Vorgarten geht“. Sorge um das Lebensumfeld, um Natur und Umwelt ist für Gauck die deutsche Neigung zu Hysterie und Angst und somit „abscheulich“.

Im Gespräch mit dem Tagesspiegel attestierte Gauck dem früheren Berliner Finanzsenator Sarrazin (Deutschland schafft sich ab): „Mut. Er hat über ein Problem, das in der Gesellschaft besteht, offener gesprochen als die Politik.“ Politiker sollten von Sarrazin lernen, dass „ihre Sprache der politischen Korrektheit bei den Menschen das Gefühl weckt, dass die wirklichen Probleme verschleiert werden sollen“.

Schröders Agenda 2010, die Niedriglöhne unter 5 Euro, ausufernde Leiharbeit, Kinderarmut, Suppenküchen usw. usf. zur Folge hat, findet Gauck nicht nur in Ordnung, begrüßt sogar die Abschaffung der „sozialen Hängematte“. Eine Erwerbsloseninitiative bescheinigt dem Expastor Gauck deshalb dieser Tage Herzlosigkeit und bewegt sich damit bedauerlicherweise innerhalb der neoliberalen Logik. Tatsächlich scheint unser Präsidentenanwärter nicht ganz bibelfest in Sachen Grundgesetze zu sein, denn das Recht auf ein Existenzminimum, Menschenwürde usw. ist einforderbar und keine gnädige Kann-Leistung, wie es uns neoliberale Regierungsparteien weiß machen wollen.

Betrachtete man diese und weitere Gauck-Narrereien, drängt sich der Verdacht auf, dass der Pfarrer noch immer nicht in der ´Freiheit´ angekommen ist, auch wenn er sie pausenlos besingt. Wer Kritik an herrschenden Systemen (hier: Kapitalismus) ablehnt, ist nicht reif für die Demokratie. Hat Gauck sein DDR Trauma nicht verarbeitet, ist er ein Fall für den Therapeuten aber sicher nicht für das Amt des Bundespräsidenten (wenn wir einen solchen schon unbedingt brauchen) erst Recht nicht in Zeiten, in denen der Kapitalismus selbst bei den Gläubigsten Zweifel aufkommen lässt.

Allein für die im Wachkoma liegende FDP ist ein Bundespräsident, das `moralische Gewissen des Staates`, mit neoliberalem Symptomkomplex der hoch willkommene nützliche Idiot.

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