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Der Authentizitätsfaktor

[…]„Herrje, Sammy, in dieser Stadt, wo nach wie vor jeder zweite glaubt, Künstler zu sein, willst du groß herauskommen? Fang jetzt mal was altersgerechtes an, es wird höchste Zeit! Die Berufsbezeichnung Künstlerin ist geschützt, seit Berlin sich feinmacht. Erst ab einem sechsstelligen Jahreseinkommen darf man sich jetzt offiziell so betiteln.“
Sam hielt nichts von derartigen Modeerscheinungen. Und aufs große Rauskommen konnte man nicht hinarbeiten. Fand sie nach wie vor. Wie sollte man das denn bewerkstelligen – hinarbeiten auf einen nach der Chaostheorie ausgelösten Ansturm von Galerien, danach Sammlern auf die eigenen Werke, bis derjenige auftauchte, der feststellte, dass der Kaiser nackt sei?
Sam fand es zu riskant, sich auf höhere Gewalt zu verlassen, und so verließ sie sich nur auf sich und das, was jahrelang in Berlin gezogen hatte – der Authentizitätsfaktor. Sam tat das, was ihr lag, nur das, und nichts anderes.
„Das tun was dir liegt? Vergiss es… das wollen alle“, vermeldete Marlon.
„Warum tun sie es dann nicht?“
Marlon blieb Sam eine Antwort schuldig, prophezeite ihr den baldigen Hungertod.
Sam zieht noch mal tüchtig am Joint, obwohl sie kurz davor ist, umzukippen. Sie legt sicherheitshalber schon mal die Beine hoch. Auf den Küchentisch. So ist´s besser. Inmitten der alten illustren Trinkerrunde hinter seinem Bar-Tresen sieht sie immer noch Marlon. Zu diesem Zeitpunkt stets gut gelaunt, erfreute er sich an den Erlebnisberichten seiner Gäste, erteilte Ratschläge, sprach Mut und Trost zu. Liebte es, immer über jeden im Bilde zu sein. Aber darüber hinaus visierte er für sich kein höheres Ziel an, was ihn allerseits hoch beliebt machte[…]

aus:
http://www.michason.de/kreuzkoelln

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Etwas größere und kleinere Fische – Lesereihe jeden letzten Mittwoch im Monat

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Mittwoch 30. Oktober 2013 * Galerie KarlKunger Kiez

Karl-Kunger Straße 15 * Berlin-Treptow

20 Uhr

Kreuzkölln Superprovisorium

Juliane Beer liest aus ihrem neuen Roman

Danach offene Bühne für alle, die eigene Texte vorlesen möchten

Eintritt frei

Gefördert vom Berliner Autorenlesefonds in Kooperation mit der Mittelpunktbibliothek Köpenick

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Gentrifizierung Berlin

Leute, den legendären Abwertungskit-Video und vieles mehr findet ihr nach wie vor hier:

http://esregnetkaviar.de/

In betroffenen Neuköllner Kiezen haben sich mittlerweile Initiativen gebildet. Mehr dazu auf deren blogs. Beispielsweise hier:

http://wildeweser.blogsport.de

oder hier:

http://fuldaweichsel.wordpress.com

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Parterre spukt es

http://www.wirtschaftswetter.de/ausgabe122/parterrespuktes.html

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