Schlagwort-Archive: Kunst

Lange Buchnacht in Kreuzberg

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[…]Einmal bin auch ich schon in der Kleinstadt gelandet, als Teenager, unfreiwillig. Die Familie zog häufig um, interne Probleme erforderten es. Die Kleinstadt war ein Albtraum aus Konfirmationsunterricht, dicken, wattegefütterten Monatsbinden und Klassenfotos, dazu die süßlich-alkoholische Note des Mädchenparfüms My Melody[…]
aus: Frau Doktor E. liebt die Abendsonne
http://www.marta-press.de/cms/verlagsprogramm/julianebeer-fraudreliebtdieabendsonne
Lesung im Rahmen der Langen Buchnacht
30. Mai 2015
22:15 Uhr
hier:

http://www.fhxb-museum.de/index.php?id=375

Ich freue mich, wenn ihr kommt!

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Die neue Ausgabe ist da!

http://undercurrentsforum.com/

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Jetzt kommt Frau Dr. E.

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Frau Dr. E., Mitte 40 und Single, arbeitet kompetent und engagiert als Ärztin in Kapstadt, Berlin und Hamburg. Unruhig wird sie, als sie nach Antritt einer neuen Arbeitsstelle in der norddeutschen Provinz im Ärzteblatt lesen muss, dass möglicherweise eine „falsche Ärztin“ in Deutschland unterwegs sei… Neben der tragikomischen Handlungsfassade um Frau Dr. E. geht es um Biografien und Familientragödien, psychische Erkrankungen, das Kleinbürgertum, vergessene Gespenster und kreative Handlungsstrategien von Mädchen und Frauen.

Premiere am 20. März um 19:30 Uhr im Buchladen
Die Buchkönigin
http://www.buchkoenigin.de/veranstaltungen/
Hobrechtstraße 65
Berlin Neukölln
Eintritt frei

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Der Privatomat macht eine kurze Jahresend-Pause. Und im Januar kommt Frau Dr. E.


Letzter Mittag in Hamburg.
Ich bin auf dem Weg zum Bistro an der Jessestraße. Langsam und bewusst gehe ich, will noch einmal diesen unvergleichlichen, salzig-kühlen Hamburger Duft genießen.
Schwerer Abschied.
Auch die Angst meiner Nachbarin vor dem Leistungsknick im einsamen Dreikampf erleichtert mir den Umzug in die Kleinstadt, wo es gemächlich zugeht und man freundlich zueinander ist, nicht. Vielmehr kriege ich selbst Angst, nämlich vor den überzuckerten Kleinstadtbewohner*innen, die die bittere Einsamkeit der neuen Ärztin unbekömmlich finden. Eine Magenverstimmung macht die Runde, verschont zuletzt auch die Neue nicht. Will sie das?
Nicht unbedingt.
Und deshalb zog es mich in die Großstädte, von Paris nach Berlin, von Berlin nach Hamburg. Auch wenn die Mieten und Aggressionen steigen birgt die Großstadt für mich den Vorteil, dass man dort eben naturgegeben einsam ist, das Leben lenkt es in diesem Geschubse von Träumen, Absichten und Schicksalen ganz einfach so, und keiner der Beteiligten muss sich mehr rechtfertigen.
Einmal bin auch ich schon in der Kleinstadt gelandet, als Teenager, unfreiwillig. Die Familie zog häufig um, interne Probleme erforderten es.
Die Kleinstadt war ein Albtraum aus Konfirmationsunterricht, dicken, wattegefütterten Monatsbinden und Klassenfotos. Die anderen Mädchen posierten mit ihren ersten Nylonstrümpfen und Pumps auf dem Foto, das ich sofort wegwarf. Ich wollte es wohl vermeiden, mich später an diese Zeit erinnern zu müssen. Aber auch wenn das Foto nicht mehr da ist, der Moment der Aufnahme hat sich mittels Blitzlicht für immer ins Hirn eingebrannt. Dazu die süßlich-alkoholische Note des Mädchenparfüms My Melody um mich herum. Die Zeit davor verschwimmt. Konfirmationsunterricht hier, und da abendliche Ausgangssperre zwecks spiritueller Besinnung. Zitternd ausgesparte Kommentare über Gott, den man, ob es ihn gäbe oder nicht, keinesfalls verärgern durfte, wer wüsste denn, was dann passieren könnte.
Auch an mein mühsames Zusammensuchen von Informationen erinnere ich mich vage, damals, als es noch kein Internet gab. Nachmittage in der öffentlichen Bibliothek. Bei den Freundinnen zuhause herrschte Gläubigkeit oder Ungläubigkeit, beides sei ein Gefühl, wurde mir von den Müttern erklärt.
Das Risiko, zu besprechen, ob es Gott gäbe oder nicht, wurde bei mir zuhause der Kirche übertragen. Es konnte nichts gefühlt werden außer Angst und Zorn…
Ich bin erwachsen geworden. Muss mir keine Tricks und Kniffe mehr einfallen lassen, den Konfirmationsunterricht zu schwänzen, muss keine verschwitzen Beine unter hautfarbenem Nylon mehr ertragen, weil die anderen Mädchen das auch aushalten.
Ich gehe in der Kleinstadt natürlich genauso angezogen, wie in der Großstadt.
Weite Hosen, Lederjacke, rahmengenähte mexikanischen Boots. Ich werde mein Haar weiterhin offen, schulterlang und in der Mitte gescheitelt tragen. Drei silberne Ringe in jedem Ohr. Auch wenn das in der Kleinstadt möglicherweise seltsam anmutet für eine Frau Mitte 40, wo es in Berlin oder Hamburg vollkommen normal ist, wird mich dennoch niemand dafür belangen, denn ich bin eine Ärztin. Man wird eine Erklärung finden, warum eine Ärztin wie angezogen geht.

aus: Frau Dr. E. liebt die Abendsonne

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Haushofers ´Die Wand` läuft am 6. Oktober auf arte

Zum vermeintlich feministischen Gehalt der Romanvorlage ein paar Sätze von mir auf Wirtschaftswetter

http://www.wirtschaftswetter.de/ausgabe144/diewand.html

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Lesung & Diskussion in Kreuzberg

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Am 28. März um 19 Uhr lese ich aus
Kreuzkölln Superprovisorium

anschließend Diskussion zum Thema Stadtentwicklung
Das & leckere Drinks
hier:
https://plus.google.com/113417083517520432745/about?gl=de&hl=de

Eintritt frei

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Im Peppi Guggenheim war´s klasse & wie immer verraucht

Letzter Teil der Lesung aus Kreuzkölln Superprovisorium

https://www.youtube.com/watch?v=BahdlCQupKw&list=UUPKirPIGFUwonEq4guTuAuw

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