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Verewigung? Indymedia

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Auch wenn ich nicht alles, was auf Indymedia von sich gegeben wurde, unterschreiben möchte – von der Regierungspartei eines demokratischen Landes erwarte ich, dass sie sich an Artikel 5 des Grundgesetzes hält. Unter anderem fällt Presse- und Meinungsfreiheit unter diesen Artikel.

Das Verbot ist absurd. Höchstwahrscheinlich wird es keinen Bestand haben. Ich jedenfalls fühlte mich Indymedia nie verbundener als heute – nicht mal, als ich die Plattform letztes Jahr in meinem Krimi ´Selbst gerächt´ verewigte.

[…]„Wir sind vier Frauen. Soziologin, Psychologin, Krankenschwester, Sportstudentin.Wir sind von klein auf dazu angehalten worden, unser bestes zum Wohle unserer Familien und unserer Mitmenschen zu geben. Wir haben gehorcht. Daran hat sich bis heute nichts geändert.Aber während all der jahrelangen unbezahlten Überstunden, Nachtschichten, Pflege der kranken Eltern, unterbezahlten Projekte und Praktika in gesellschaftlich relevanten Bereichen kamen wir mehr und mehr ins Grübeln: Als Danke schön für unseren Einsatz leben wir in winzigen Wohnungen zu überteuerter Miete, in Wohngemeinschaften, weil unser Gehalt für eine eigene Wohnung nicht mehr reicht oder bei unseren Eltern, weil wir bezahlbaren Wohnraum erst gar nicht mehr finden.

Es reicht uns!

Jeden Tag werden Mieterinnen wie wir aus ihren Wohnungen geekelt, geklagt, geräumt. Wem die Finanzmärkte zu unsicher geworden sind eignet sich mit Hilfe von Polizei und Gesetz den Immobilienmarkt und mehr und mehr auch den öffentlichen Raum an.Steht ein Mensch nach einer Wohnungsräumung mit seinen Habseligkeiten auf der Straße, stirbt ein Mensch gar während einer Zwangsräumung, wie gerade in Berlin geschehen, interessiert das niemanden, außer ein paar Figuren, deren Revolution darin besteht, sich in politischen Gruppen um Gesinnung und Posten zu streiten, und wenn dann noch Zeit übrig bleibt, hier und da eine Räumung zu blockieren, sich dort mit den Handlangerinnen und Erfüllungsgehilfinnen des Systems zu keilen, statt die Auftraggeberinnen zu belangen.

Was soll das bringen?

Wir kümmern uns um die richtigen, um die, die euch vertreiben wollen.

Nennt sie uns:

Wermusshängen?@posteo.de

Dani, Grace, Ida und Leyla hatten den Text auf einem extra hierfür eingerichteten Blog und auf der Internetplattform Indymedia, die unter dem Suchbegriff Gentrifizierung Berlin angezeigt wurde, inseriert. Auf Indymedia verschwand der Text wenige Stunden später wieder, die Moderatorinnen verlangten zunächst einmal genauere Informationen zur Aktion. Wäre Gewalt geplant? Darüber hinaus sollte die Gruppe sich zu ihrer politischen Gesinnung äußern.

Dieser Aufforderung kamen die vier Frauen nicht nach, sie wollten vollkommen anonym bleiben. Dennoch war ihr Angebot, sich um die Übeltäterinnen der Immobilienbranche zu kümmern, innerhalb dieser wenigen Stunden zahllose Male von Indymedia heruntergeladen worden und kursierte ab dann in den einschlägigen sozialen Netzwerken[…]

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