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Sonntag 22. 1. bei Rockradio.de

Lautes schreiben! Leises schreien? Mit welchen Zielen gehen Schreiberlinge und natürlich auch Schreiberlingerinnen ans Werk, wenn sie sozialkritische Texte publizieren und verändert das wirklich die Welt und wenn ja… wie?.

Zu Gast in der öffentlichen Live-Radiosendung von 16:00 bis 18:00 Uhr bei seiner Schein-Heiligkeit dem BGE-Papst ist…

Juliane Beer – die neben ihrem heimlichen Krimi-Bestseller „Arbeit kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen.“ ihr neues Manifest über das Kapital „Das Geld ist weg! Wie – weg? Alles alle? Nö, abgeschafft!“ vorstellen wird.

Jan Christ – mit dem wir über sein bisheriges Wirken und was er noch so alles vorhat sprechen möchten.

Und Kamur – ein junger Poet, der gerne das Beste aus Sozialismus und Demokratie nehmen möchte, um dem KAPITALISMUS den Stinkefinger zu zeigen.

Ort: Kellerbar des ZENTRUM Danziger50 in Prenzlauer Berg

An der Sendung kann sich jeder aber auch gerne per Chat auf Rockradio.de beteiligen.

Mehr Infos im Internet:
wWw.BGE-Papst.de

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Befreit das Geld!

Leute, dieses Jahr gibt es einen Grund, sich auf den Winter zu freuen…
Das Geld ist weg!
Wie – weg? Alles alle?
Nö. Abgeschafft!

Paradoxie der Vorzivilisation
Aus: Die Geschichte der Menschheit, Hamburg 2022
[…] Der Kleinbürger ist nicht nur eine kapitalistische
Klasse, d.h. eine Klasse, die alle kapitalistischen
Tendenzen in Miniatur in sich trägt. Er ist zugleich
antikapitalistisch. Er hat das starke, wenn auch vage
Bewusstsein, vom Großkapital ausgeplündert und
ruiniert zu werden. Er will antikapitalistisch sein, ohne
aufzuhören, kapitalistisch zu sein. Er will den schlechten
Charakter des Kapitalismus zerstören und zugleich den
guten Charakter des Kapitalismus erhalten, der es ihm
erlaubt, zu leben und sich zu bereichern. Aber da es einen
Kapitalismus ohne den schlechten Charakter nicht gibt,
muss der Kleinbürger ihn erfinden. […]

Abraham Léon, belgischer Trotzkist, ermordet 1944 in Auschwitz

http://www.schwarzdruck-laden.de/

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Arbeit kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen

Da sitzt Frau Paesch auf ihrem gepolsterten, verstellbaren Bürostuhl, gegenüber die Gans, die allem Anschein nach soeben sinniert: Diese Arbeitslosen, diese Faulpelze, warum machen die mir das Leben so schwer?; im Nebenzimmer hockt Kernmann, Englisch lernend, you must work!, do not be lazy, or we will arrest you!, in der Nase popelnd, Pläne schmiedend, wie man diese Arbeitslosen hier vertreiben könnte, wirksam, endlich, für immer; wenn es schon keine Arbeit mehr gibt, dann auf andere Art und Weise, nur wie?
Da könnt ihr euch noch so viel Mühe geben!, denkt Frau Paesch, ihr beiden, Gans und Kernmann, noch so erfinderisch könnt ihr sein, eher ihr euch verseht, habt auch ihr ausgedient; sobald die Obrigkeit eine neue, effektivere Methode ausgeheckt hat, wie man mit Faulpelzen verfährt, sind eure Dienste hier nicht mehr gefragt, ihr könnt euch dann zu den Überflüssigen dazu gesellen; dass ihr euch immer große Mühe gegeben habt, interessiert dann niemanden mehr!
Frau Paesch läuft ein wohliger Schauer über bei diesem Gedanken, heimlich lässt sie zwei Drohbriefe, die die Gans an Unbelehrbare adressiert hat und von Frau Paesch unterschrieben werden müssen, im Reißwolf verschwinden.
Der Vormittag schreitet fort, alles wie immer, keine besonderen Vorkommnisse, aber da dringt und stürmt etwas in Frau Paesch zur Sonne hin, es ist wie ein Fieber, Frau Paesch will sich ihr nett geblümtes Blüschen herunterreißen, ihren Tarnanzug; sie sieht sich in Kernmanns Zimmer stürmen, in einem T-Shirt, wie sie es gestern bei einem jungen Mann auf der Straße sah, darauf stand in großen Lettern: Fuck you all!
Es muss etwas geschehen!, weiß Frau Paesch.


http://www.edition-schwarzdruck.de/start_lyrik_bwl.html

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