Noch immer modern

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Es ist Frühling, diese Jahr spät, der März war verschneit und bitterkalt.

Das habe ich noch nicht erlebt, zweistellige Minusgrade an einem Märztag. Es ist aber nicht nur zu meiner bisherigen Erdzeit sondern überhaupt in den vergangenen hundert Jahren nicht vorgekommen, lese ich in der Hamburger Morgenpost.

Hat die außergewöhnliche Kälte etwas zu bedeuten?

Wird das Leben immer wieder heftig durcheinander gewirbelt ist man versucht, jede Absonderlichkeit, die Natur oder Mensch hervorbringen, auf eine tiefere Bedeutung hin abzuklopfen. Auf eine tiefere Bedeutung für einen selbst, und niemanden sonst.

Ich sollte damit aufhören. Strömte mein Leben ruhig und gleichmäßig vorwärts, würde ich eine Wetterkapriole als das ansehen, was sie eigentlich ist: eine Laune der Natur, die sich um mich nicht schert.

Ich will dennoch kurz auf meine bisherigen Frühlinge zu sprechen kommen. Sie begannen Mitte März mit einer verstörenden Helligkeit und umher treibenden Blütenpollen, die die Augen entzündeten und ermüdeten. Ich stand vor dem Flurspiegel, betrachtete mich durch einen Schleier von Tränen und fand mich jedes Jahr ein wenig verändert vor. Wunderte mich über das Bild, das ich nach außen abgab. Ist kein Spiegel in der Nähe bin ich ja noch immer das Schulmädchen, das nichts verraten darf und sich deshalb das Lügen angewöhnt hat, und zwar nach allen Seiten…

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