Kommt mit auf die Straße am 29. September!

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Es geht damit los, dass Frau Paesch da sitzt und ihren Nachtisch isst, zumeist eine Banane, der Länge nach durchgeschnitten, darauf Honig geträufelt. Dazu läuft der Fernseher.
Frau Paesch findet das Gerede auf den Kanälen von Monat zu Monat unerträglicher, momentan beispielsweise redet man gern über arme Leute, wobei sich stets zwei Parteien bilden. Die eine Seite verkündet, dass die armen Leute im Land so arm eigentlich gar nicht wären, die Leute in Afrika wären viel ärmer; die Gegenseite aber findet auch unsere Armen wirklich arm, nicht gemessen an den Afrikanern, aber gemessen an denen, die eben nicht arm sind. Und so geht das hin und her, währenddessen die armen oder eben nicht armen Leute zu Hause sitzen und geduldig abwarten, wie über sie entschieden wird. Zum Glück der Streithähne, denn worüber sollte man sonst in Zukunft so vortrefflich diskutieren?
Frau Paesch schaltet durch die Programme, ob irgendwo ein schöner Film läuft; dem ist nicht so, also macht sie den Fernseher wieder aus, um ihre Banane mit Honig essen zu können, ohne dass sich ihr der Magen umdreht.

aus: Arbeit kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen
http://www.schwarzdruck-laden.de/Juliane-Beer-Arbeit-kann-zu-einem-langsamen-und-schmerzhaften-Tod-fuehren

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